Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds
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Thema des Jahres

Mach mit! Gesellschaftliche Trennlinien überwinden

 
 

Unzählige Projekte und Initiativen trugen und tragen dazu bei, dass sich Deutsche und Tschechen besser kennenlernen, Freundschaften schließen sowie Fragen der Vergangenheit, aber auch Zukunft gemeinsam bearbeiten. In den letzten Jahren wurde dabei jedoch deutlich, dass die Grenze oft nicht mehr zwischen den Ländern, sondern innerhalb der beiden Gesellschaften verläuft – z. B. zwischen Stadt- und Landbevölkerung, entlang von Einkommens- und Altersstrukturen oder Bildungshintergründen. Die unterschiedlichen Lebensbedingungen und Möglichkeiten, sich am öffentlichen Geschehen zu beteiligen, beeinflussen die Wahrnehmung von gesellschaftlichen Problemen und deren Lösung stark. Um innergesellschaftliche Trennlinien zu verringern, ist es wichtig, die Bereitschaft, aber auch die Möglichkeit zur Teilnahme am gemeinsamen Dialog zu unterstützen.

Mit seinem Jahresthema 2019 möchte der Zukunftsfonds deutsche und tschechische Akteure motivieren, trennenden Tendenzen entgegenzutreten und den Dialog zwischen und innerhalb der beiden Gesellschaften zu suchen.

Eine Förderung von bis zu 70% der Projektkosten erhalten deutsch-tschechische Vorhaben, die sich mit den unterschiedlichen Trennlinien innerhalb beider Gesellschaften auseinandersetzen (Wir müssen reden!) oder durch neue Partnerschaften mit Akteuren aus ländlichen oder strukturschwachen Regionen/städtischen Randlagen (Wir machen mit!) entstehen. Im schulischen Bereich liegen uns Mittel- und Berufsschulen besonders am Herzen.


Förderkriterien:

Wir müssen reden! - Innergesellschaftliche Trennlinien im grenzüberschreitenden Dialog
Mit einem erhöhten Zuschuss gefördert werden deutsch-tschechische Projektvorhaben, die sich schwerpunktmäßig mit Ursachen von gesellschaftlichen Polarisierungen beschäftigen und Strategien zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts entwerfen. Begrüßt werden Bildungs- und Diskussionsformate, aber auch innovative und kreative Zugänge aus dem Kultur- und Kunstbereich.

 

Wir machen mit! - Neue Projektpartnerschaften in den Regionen und städtischen Randlagen
Trotz hervorragender deutsch-tschechischer Projekte im ländlichen Raum zeigen unsere Erfahrungen, dass Akteure aus Städten und zentrumsnahen Lagen häufiger Projekte beantragen und umsetzen. Das wollen wir ändern! Neue deutsch-tschechische Partnerschaften von Akteuren insbesondere aus Gemeinden und Kleinstädten (bis 20.000 Einwohner), städtischen Randlagen oder sozialen Brennpunkten erhalten auch ohne thematische Projektausrichtung eine erhöhte Förderung. Unabhängig vom Standort rufen wir Mittel- und Berufsschulen sowie Jugendzentren auf, Begegnungen mit einem Partner aus dem Nachbarland umzusetzen.

 

Das Jahresthema muss ein Hauptbestandteil der inhaltlichen Agenda des Projekts sein. Die Umsetzung des Projekts kann ins Jahr 2020 hineinreichen. Informationen zur Antragstellung und Kontakt finden Sie hier.

 
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