Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds
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Thema des Jahres

Erziehung zur Demokratie und Prävention von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus

 
 

In den vergangenen Jahren wurden wir in beiden Staaten Zeugen einer neuerlichen Zunahme des Rechtsextremismus, von Übergriffen auf Ausländer, auf Roma und Angehörige anderer Minderheiten sowie von weniger augenfälligen Formen von Intoleranz. Es steht zu befürchten, dass dieses Problem in Anbetracht der fortschreitenden ökonomischen Krise noch zunehmen wird. Der Zukunftsfonds will die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch zwischen Organisationen anregen, die sich für die Bekämpfung der Risiken des Rechtsextremismus und für eine Stärkung der demokratischen Werte einsetzen.

Dabei verfolgt der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds folgende Ziele:

  • Knüpfen neuer Kontakte zwischen deutschen und tschechischen Organisationen, die sich mit dem    entsprechenden Thema befassen und Schaffung von Voraussetzungen für deren langfristige Zusammenarbeit
  • Gegenseitiges Vertrautmachen mit bewährten Vorgehensweisen bei der Prävention unterschiedlicher Erscheinungsformen des Rechtsextremismus in beiden Ländern und ihre grenzüberschreitende Anwendung
  • Anregung zur Bündelung unterschiedlicher punktueller Aktivitäten und zur Umsetzung komplex angelegter Projekte

Kern der Projekte können beispielsweise wissenschaftliche oder praxisorientierte Konferenzen, Seminare, Workshops, die Beobachtung rechtsextremistischer Aktivitäten, Aktionen zu Gunsten der Opfer rassistisch motivierter Diskriminierung, Bildungs- und Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen sein. Umgesetzt werden können auch Kultur- oder Buchprojekte mit der Schwerpunktsetzung auf allgemeine oder spezifische Ziele des Themas des Jahres. Projekte, die sich mit den historischen Wurzeln des Rechtsextremismus befassen, müssen eindeutig im aktuellen gesellschaftlichen Kontext verankert sein. Bevorzugt werden dabei komplex angelegte Projekte, die eine größere Anzahl unterschiedlicher Aktivitäten umfassen, Projekte mit einer möglichst großen Zielgruppe und mit Langzeiteffekt. Besonders wichtig sind innovative Formen des Zugangs zum Thema und „Best-practice-Beispiele“, d.h. Projekte mit übertragbaren Verfahren und Modellen, die sich in einem Land bereits bewährt haben. Bewertet werden ebenfalls die Intensität der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die geografische Reichweite des Projektes sowie der daraus resultierende Nutzen für beide Länder. Die bevorzugte Zielgruppe sind Kinder, Jugendliche und „Multiplikatoren“ (Lehrer, Sozialarbeiter, Verwaltungsangestellte im Staatsdienst, Bedienstete der Polizei usw.). In besonderem Maße sollten sich auch Schulen angesprochen fühlen, die mit ihren Partnern an gemeinsamen Projekten zur Extremismusprävention arbeiten oder andere kreative Ideen haben, die für den Themenkomplex eine Relevanz aufweisen (Schülerzeitungen, schulische Projektarbeit etc.).

Informationen zur Antragstellung:

Neben der regulären Projektförderung werden im Jahr 2013 in besonderem Maße solche Projekte unterstützt, die sich mit Extremismusprävention und der Stärkung einer Erziehung zur Demokratie im deutsch-tschechischen Kontext befassen.

Der beim Zukunftsfonds beantragte Zuschuss darf beim Thema des Jahres anstelle der sonst üblichen 50% einen Anteil von bis zu 70% der Projektgesamtkosten ausmachen.

Der nächste mögliche Termin für die Antragstellung ist der 30.06.2013. Da die Entscheidung über die zu diesem Termin vorliegenden Projekte am Ende des darauf folgenden Quartals fällt, können die ersten Projekte mit diesem thematischen Schwerpunkt und einer erhöhten Zuschussgrenze im vierten Quartal des Jahres 2013 beginnen.

Sollten Sie beabsichtigen, einen Antrag mit diesem Themenschwerpunkt zu stellen, so empfehlen wir Ihnen die vorherige Konsultation des Projektes. Die Mitarbeiter des Sekretariats erteilen Ihnen gerne genauere Auskünfte zu den Möglichkeiten der Förderung in diesem Bereich sowie zu den inhaltlichen Anforderungen, die an diese Projekte gestellt werden, und beantworten Ihnen auch alle weiteren Fragen im Zusammenhang mit der Antragstellung.

 
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